Projekte 2021
Gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern setzte bzw. setzt Organizing Germany (vormals: DICO Gesellschaft für Community Organizing gGmbH bzw. Aufbruch e.V.) folgende Kooperationsprojekte um:
Interreligiöser Runder Tisch in Duisburg (IRT DU)
Auf Initiative von Mitgliedern der Bürgerplattform DUaktiv und mit Unterstützung der DICO Gesellschaft für Community Organizing wurde 2021 der Interreligiöse Runde Tisch Duisburg gegründet. Ziel ist es, sich persönlich und die Religion des anderen besser kennenzulernen und in Duisburg einen interreligiösen Austausch zu fördern und mögliche Vorurteile abzubauen. In 2022 fanden neben Besuchen in verschiedenen Duisburger Religionsgemeinschaften am 09.04. ein Interreligiöser Tag in Rumeln, der aus einem religiösen Impuls in der evangelischen Kirche und dem gemeinsamen Fastenbrechen in der Moschee der DITIB-Gemeinde bestand sowie am 01.06. eine Führung durch den Garten der Religionen in Recklinghausen statt. Am 02.02.2023 lud der Interreligiöse Runde Tisch Duisburg zu einem Lesungs- und Podiumsdiskussionsabend mit Burak Yilmaz, dem Autor des Buches „Ehrensache. Kämpfen gegen Judenhass“, mit jeweils einer/ einem christliche:n, jüdische:n und muslimische:n Referent:in sowie „Expert:innen aus dem Publikum“ ein. Zu der Veranstaltung im Saal der Jüdischen Gemeinde kamen rund 130 Teilnehmer:innen und diskutierten über interkulturelle Jugendarbeit in Duisburg. Im Nachgang zu diesem Abend setzten Mitglieder des Interreligiösen Runden Tisches Duisburg die Diskussion am 09.03. mit Marijo Terzic, dem Leiter des Kommunales Integrationszentrums sowie am 15.03. beim muslimischen Familienbildungszentrum MINA e.V. fort. Am 28.07. und am 26.10.23 nahmen 20 bzw. 30 Interessierte an einem Interreligiösen Rundgang durch den Stadtteil Hochfeld teil. Mit dem Besuch von verschiedenen Kirchen, Moscheen und anderen Orten von Glaubensgemeinschaften in Hochfeld wollten die Mitglieder des Interreligiösen Runden Tisches ausloten, ob sie zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) im Jahr 2027, die u.a. in Duisburg-Hochfeld stattfinden wird, im Rahmen des IGA-Begleitprogramms ein interreligiöses Angebot machen können. Zum Jahresende nahmen Mitglieder des IRT DU beim Ökumenischen Barbara-Gottesdienst in der Kranhalle der Hüttenwerke Krupp Mannesmann sowie am jüdischen Chanukka Fest auf dem Theatervorplatz in Duisburg teil. Seit August 2023 wird der Interreligiöse Runde Tisch Duisburg vom Projekt WEISST DU WER ICH BIN? der drei großen Religionen in Deutschland und dadurch vom Bundesinnenministerium und der Deutschen Islamkonferenz gefördert.

Gefördert durch:

Demokratiewerkstatt (2017 – 2022)
«Jetzt! Demokratie stärken – mitbestimmen» so lautete der Auftrag und das Motto der Demokratiewerkstatt im Kölner Norden. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Karl-Arnold-Stiftung und der Bürgerplattform «Stark! Im Kölner Norden», das sich sich mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW zum Ziel gesetzt hat, Aktivitäten zur politischen Demokratiearbeit quartiersbezogen zu bündeln und nachhaltig zu betreiben. Von 2017 bis 2022 wurden im Rahmen der Demokratiewerkstatt im Kölner Norden viele verschiedenen aufsuchende Wahlaktionen, Besuche und Gespräche mit Politiker:innen und Exkursionen, z.B. nach Berlin, durchgeführt. In 2022 war die Demokratiewerkstatt u.a. auf dem Fest der Vielfalt in Chorweiler präsent. Unter dem Titel „Niedrige Wahlbeteiligung: Wie holt man Menschen aus der politischen Teilnahmslosigkeit?“ erschien im August 2022 ein Radiobeitrag über die Demokratiewerkstatt im Deutschlandfunk. Informationen zu den durchgeführten Aktivitäten finden sich auf https://demokratiewerkstatt.com

Gefördert durch:

Community Organizing Networks to Create a European Innovation Vector for Engagement (CONCEIVE) (Erasmus+, 2021-2022)
The project aims at connecting civil society leaders from Western European cities that engage locally for better living conditions. For that purpose, initiatives in Amsterdam, Berlin, Cologne, Duisburg, Turin and Rome that adopt CommunityOrganizing (CO) as a tool of political engagement are linked through a) one meeting of 30-50 local leaders (heads of civil society organizations, religious representatives, informal groups members, etc.) in every participating country to support mutual learning from local experiences and b) new and translated materials on Community Organizing in Europe in German, Italian and Dutch languages for teaching purposes. C) The activities are supported by an European organizing committee that will foster these local learning experiences and connect them on a European scale. Thanks to this project, local community leaders in Western European cities will get engaged with each other and create a European network of solidarity. Experiences from one country could be reflected in another and leaders will be able to get directly in contact with each other to learn each other’s best practices and help in times of need.
Partner organizations:
Diaconie van de Protestantse Gemeente (www.diaconie.org), Amsterdam
UNIVERSITA DEGLI STUDI DI TORINO (www.unito.it), Turin
Gefördert durch:

Resurrecting Democracy: Transatlantic Exchange on Community Organizing (2021-2022)
Im Rahmen des Projekts soll ein Austauschprogramm zwischen den CO-Netzwerken in den USA und Berlin etabliert werden. Konkret geplant ist es, drei Personen aus dem Netzwerk der IAF im Herbst 2021 für eine Woche nach Berlin einzuladen. In dieser Woche sollen die US-Organizer*innen mit Community Organizer*innen aus Berlin sowie weiteren Multiplikatoren in Kontakt kommen, um die Handlungsmöglichkeiten des Ansatzes darzustellen sowie ihre Erfahrungen zu teilen. Im Jahr 2022 sollen im Gegenzug vier Personen aus den Berliner Bürgerplattformen zu einem Gegenbesuch in die USA reisen.
Kooperationspartner:

Enjoy Democracy! Aktionen und Veranstaltungen zum Superwahljahr 2021
Die Bürgerplattformen in Berlin und Köln wollen mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen die Bundes- sowie die Landtags- und Kommunalwahlen (Berlin) nutzen, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig Wahlen für eine funktionierende Demokratie sind. Zum einen sollen in direkten Gesprächen und Veranstaltungen Beziehungen zu Kandidat*innen für die Zeit nach den Wahlen auf- und ausgebaut sowie wichtige Themen platziert werden. Darüber hinaus bilden wir gemeinsam mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung Wahlaufklärer*innen aus, erstellen eine Wahlbroschüre in einfacher Sprache („Wahlen in Berlin verstehen 2021“) und trainieren mit dem Haus Rissen Hamburg junge Erstwahlhelfer® darin, als Wahlhelfer*innen in Wahllokalen tätig zu werden. „Enjoy Democracy!“ wird unterstützt durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und die Open Society Foundations.
Kooperationspartner:


Straßen der Stadt (2021) und Mediaport Meiderich (2021)
In Kooperation mit lokalen Duisburger Partnern wurden im Jahr 2021 zwei Kooperationsprojekte für Jugendliche zur künstlerischen Stadtwahrnehmung umgesetzt. Bei „Straßen der Stadt“ stand die kritische Beschäftigung mit der Benennung von Straßen im Mittelpunkt, vor allem diejenigen, die in der Duisburger Afrikasiedlung Namen Deutscher Kolonialherren und -delikte unreflektiert weitertragen. Bei „Mediaport Meiderich“ wurden Radio und Videobeiträge erarbeitet. Der produzierte Podcast der „Audiowoche“ ist unter https://www.nrwision.de/mediathek/stadtraummuseum-bananenpod-211026/ abrufbar. Der produzierte Videofilm wurde auf Youtube veröffentlicht. Er ist über folgenden Link abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=nhpHOJeXlsU.
Kooperationspartner:

„DUaktiv auch nach Corona!“ – DUaktiv – Bürgerplattform Duisburg 03.05.-31.12.2021
Mit der Unterstützung des Förderpott Ruhr des Stiftungsnetzwerks Ruhr wurde in Duisburg sondiert, wie Räume und Möglichkeiten der Begegnung in Duisburg zu erhalten und durch eine aufsuchende Beziehungsarbeit Solidarität zwischen den vielfältigen Gruppen zu schaffen sind. Im Ergebnis zeigte sich, dass viele zivilgesellschaftliche Gruppen in der Coronasituation einigermaßen zurechtkamen, aber bestimmte soziale Einrichtungen wie Frauenhäuser und Kindergärten weit unter dem Bedarf vorhanden sind. Hierzu wurde in die Bürgerplattform DUaktiv in Form von Kampagnen aktiv.
Durch die Bürgerplattform DUaktiv wurde die Diskussion um die Situation der Frauenhäuser stadtpolitisch angeschoben. In der Ratssitzung am 25.11.2021 wurden deutlich mehr Mittel als zuvor für die Frauenhäuser und erstmals für zwei Jahre bewilligt. Die Mitglieder der Bürgerplattform arbeiteten auch in 2022 weiter an der Kampagne. Es gelang, mehrere frauenpolitisch aktive Gruppen für eine öffentliche Kundgebung vor dem Duisburger Stadttheater zu gewinnen, auf der die Beteiligten für eine auskömmlichere Finanzierung der Frauenhäuser und für die Rechte von Frauen eintraten. Ein gemeinnütziger Second-Hand-Laden konnte durch Unterstützung bei der Umsetzung der Corona-Maßnahmen vor der Schließung und damit vor dem Ruin gerettet werden.
Aus den Gesprächen in Neudorf hat sich eine Gruppe von zivilgesellschaftlichen Akteuren aus Neudorf und Duissern gebildet, die sich auch in 2022 regelmäßig über Themen in den beiden Stadtteilen austauschte und Netzwerkarbeit betrieb.

Kooperationspartner:

Ich male eine Stadt, die du nicht siehst (2020-2021) und Urban Investigations (Herbst 2021)
Dass Community Organizing nicht nur was für Erwachsene ist, darin sind sich die Mitarbeiter*innen des DICOS einig. Es ist mindestens genauso wichtig, Kindern und Jugendlichen die Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt näherzubringen. Dazu haben wir 2020 damit begonnen, zwei neue Projekte auf die Beine zu stellen.
Das Konzept für „Ich małe eine Stadt, die du nicht siehst“ (2020-2021) wurde für partizipatives Format in Hellersdorf in Kooperation mit dem Bürgergarten Helle Oase (KIDS &CO), JFE Eastend Berlin wurde entwickelt. Mehr Informationen dazu gibt es hier.
Urban Investigations wurde in Kooperation mit Schalasch e.V., Wedding und dem Mehrgenerationenhaus „Buntes Haus“ | Roter Baum Berlin UG im Herbst 2021 umgesetzt. Mehr Informationen dazu gibt es hier.
Kooperationspartner:

Aktivierung der Zivilgesellschaft für eine erfolgreiche Integration (2019-2022)
Das Projekt aktiviert vorhandende zivilgesellschaftiche Integrationsinitiativen von Zugewanderten mit Fluchtgeschichte in Teilhabestrukturen. Es systematisiert und verbindet Methoden des Community Organizing, der politisch-historischen Bildung, der individuellen Sprachbegleitung und der interkulturellen Öffnung von zivilgesellschaftlichen Akteuren und macht die Ergebnisse für die Integrationsarbeit nutzbar.
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union kofinanziert und findet in Kooperation mit Karl-Arnold-Stiftung e.V. (KASt) und IMAP – Institut Düsseldorf statt.
Ansprechpartner: Andreas Richter (DICO) und Florian Kotscha (KASt) | Link zum Projekt
gefördert durch:


Kooperationspartner:

Etablierung von Elementen der politischen Bildung in subkulturellen Kontexten (2019-2022)
Das Projekt befähigt Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund im Alter von 16-30 Jahren an den Projektstandorten Köln und Berlin zur politischen Partizipation. Hierfür werden bestehende gemeinnützige Vereine und Initiativen professionalisiert und zu Trägern der politischen Bildung qualifiziert. Engagierte Multiplikator*innen aus dem Umfeld der Vereine und Initiativen sowie aus der Zielgruppe werden aus- und weitergebildet und als Dozent*innen für politische Bildung in selbst entwickelten Formaten eingesetzt. Die entwickelten Konzepte, Ergebnisse und Erfahrungen werden für andere Träger der politischen Bildung und die interessierte Öffentlichkeit audiovisuell aufbereitet und verfügbar gemacht.
Das Projekt wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert und findet in Kooperation mit der Karl-Arnold-Stiftung e.V. statt.
Ansprechpartner: Andreas Richter (DICO) und Florian Kotscha (KASt)
gefördert durch:

Kooperationspartner:
