Die 15 Programmteilnehmenden – von den Initiator:innen wertschätzend „Alltagsprophet:innen“ genannt – stehen fest. Sie werden seit Januar 2026 von der Katholischen Hochschule NRW und Organizing Germany in ihrer Arbeit begleitet, vernetzt und gefördert. Der öffentliche Auftakt erfolgte Anfang Februar bei einer Kick-off-Veranstaltung in Schwerte.

Teilnehmende und Projektteam des SOPA-Förderprogramms beim Auftakttreffen im Februar 2026 in Schwerte.
Das dreijährige Förder- und Forschungsprojekt „Sich umeinander sorgen – sozialpastorales Engagement vor Ort“ (SOPA) verbindet theologische Reflexion und Formate der spirituellen Selbstsorge mit den Methoden des Community Organizing. Ziel des SOPA-Förderprogramms, das durch eine Förderung aus dem Ralf Dohle Gedächtnisfonds ermöglicht wird, ist es, das jeweilige soziale und kirchliche Engagement vor Ort zu stärken, es verlässlich zu vernetzen und sichtbar zu machen. Im Zeitraum von Januar 2026 bis Februar 2028 werden die katho und Organizing Germany die ausgewählten Sorgeakteur:innen menschlich, fachlich, spirituell und organisatorisch begleiten. Alle 15 Teilnehmenden erhalten zudem eine finanzielle Förderung von bis zu 15.000 Euro für konkrete Entwicklungsschritte – etwa zur Qualitätssteigerung, zur Erzielung einer besseren Reichweite oder als Unterstützung beim Generationenwechsel.
Der öffentliche Auftakt erfolgte bei einer Kick-off-Veranstaltung am 6. und 7. Februar in der Katholischen Akademie Schwerte. Aufbauend auf den Bedarfen und kontextuellen Herausforderungen vor Ort wurden dort gemeinsam Unterstützungsbedarfe erarbeitet und ein Umsetzungsplan implementiert. Kern der Unterstützung sind Bildungs- und Vernetzungsangebote sowie Vor-Ort-Besuche bei den Teilnehmenden.
Das SOPA-Förderprogramm wird von dem Institut für Evaluation und Wirkungsforschung „impaekt“ extern evaluiert und von der katho wissenschaftlich begleitet. Gemeinsam mit allen Projektbeteiligten wird untersucht, inwiefern ihr Tun als Rollenvorbilder des Menschlichen, Sozialen und Spirituellen „prophetische“ Qualität hat – und wie es als solches in Sozialräumen und Kirchengemeinden nachhaltig wirken kann.
Große Resonanz auf Programmausschreibung
Bereits in der Nominierungsphase vom 1. Juni bis 30. September 2025 fand SOPA große Resonanz: Mit mehr als 50 Nominierten wurden mehr Menschen und Initiativen aus dem katholischen Raum vorgeschlagen als erwartet. Daraus wählte eine Jury schließlich 15 Programmteilnehmende aus.

Prof. Dr. Christiane Funk von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (l.) im Gespräch mit einer Teilnehmenden.
Unter ‚Alltagsprophet:innen‘ verstehen die Projektverantwortlichen Menschen, die aus offener oder stiller religiöser Motivation heraus Verantwortung für andere übernehmen und eine starke Botschaft der Mitmenschlichkeit senden – etwa in Pflege, Bildung, Integration, Nachbarschaftsarbeit oder Trauerbegleitung. Viele von ihnen engagieren sich ehrenamtlich, oft in Zusammenarbeit mit Hauptamtlichen, in Gemeinden, Organisationen oder Netzwerken.
Im Fokus der Auswahl standen katholische Engagierte – ohne zu vergessen, dass auch viele Alltagsprophet:innen anderer Konfessionen und Religionen ebenso sozial aktiv sind. Der räumliche Schwerpunkt von SOPA liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen.
Ermöglicht wird das Förderprogramm und Forschungsprojekt durch den Ralf-Dohle-Gedächtnisfonds. Der 2024 eingerichtete Fonds fördert katholische Persönlichkeiten, die ihren Glauben im Beruf, in Gemeinden und im Alltag leben, und macht ihren Beitrag für Gegenwart und Zukunft von Kirche und Gesellschaft sichtbarer.
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Mehr Informationen zum SOPA-Projekt:
Werkstattbericht in der „Zeitschrift für Pastoraltheologie“ Band 45, Nr. 2 (2025)

Prof. Dr. Ulrich Feeser -Lichterfeld und Johannes Mertens von der katho nrw (stehend und rechts daneben sitzend) erklären die Idee des SOPA-Forschungsprojekts.

Prof. Dr. Christiane Koch von der katho nrw (2.v.r.) tauscht sich beim Workshop „Prophetie“ mit Teilnehmenden über ihre Eindrücke und Erfahrungen aus.

Dr. Tobias Meier von Organizing Germany (stehend) führt die Teilnehmenden in das Programm des Wochenendes ein und moderiert die erste Kennenlernrunde.
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